Der “Erfinder” der stressfreien Erziehung war der amerikanische Kinderarzt Dr. Benjamin Spock. In seinen Handbüchern ermutigte er die Eltern, immer auf die Bedürfnisse ihrer Kinder einzugehen. Was bedeutet das? Unterstützer einer stressfreien Erziehung setzen ihren Kleinen keine Grenzen und Anforderungen. Sie schränken sie nicht ein oder disziplinieren sie nicht. Sie behandeln sie mehr wie einen Freund als wie einen Sohn oder eine Tochter. Das Kind entscheidet, was es tun oder bekommen will, und die Eltern unterwerfen sich ihm. All dies, damit das Kind glücklich wird.

Wie sich herausstellt, funktioniert eine solche Erziehung nicht. Er droht damit, dass das Kleinkind zu einem “Nabel der Welt” wird, der im Leben nicht mehr zurechtkommt. Wenn Sie von Ihrem Kind nicht viel verlangen, setzt es sich eine niedrige Messlatte. Außerdem gewöhnt er sich daran, alles zu bekommen, muss aber nichts geben. Und das erwartet er auch von anderen – auch im Erwachsenenleben.

Welche Fehler bei der Erziehung eines Kindes sollten vermieden werden?

Es kommt vor, dass Eltern (oft unbewusst) sich für eine stressfreie Erziehung entscheiden, die sich in ihrer Rolle unsicher fühlen. Sie erfüllen alle Anforderungen des Kindes, um zu beweisen, dass sie gute Mütter und Väter sind. Sie glauben, dass, wenn sie sich um alle seine Bedürfnisse kümmern, das Kleinkind sie stärker lieben wird. Auf diese Weise zeigen sie ihm aber, dass man etwas verlangen kann, um Liebe zu zeigen.

Ein stressfreies Kind lernt sehr leicht, andere Menschen zu manipulieren. Er versteht schnell, dass es genügt zu weinen, um seine Mutter zu zwingen, ein neues Spielzeug zu kaufen. Tatsächlich ist es das Kleinkind, das das Haus regiert und entscheidet, wie das Familienleben aussieht.

Denken Sie daran, dass, wenn Sie ein Kind ohne Stress großziehen, Sie es von sich selbst abhängig machen. Du triffst Entscheidungen für sie, du kümmerst dich um alle ihre Bedürfnisse. Wenn sie erwachsen ist, wird sie nicht in der Lage sein, mit Stress und Misserfolg umzugehen. Ein solcher Teenager ist ungeschickt, weniger verantwortungsbewusst und weniger sensibel. Als er zur Schule geht, stellt sich plötzlich heraus, dass er weder schlauer noch netter ist als andere Kinder. Dann gibt es Probleme und Abneigung gegen die Schule.

Wie kann man ein Kind gut erziehen?

  1. Das Kind braucht Regeln, um in einer Welt mit Grenzen funktionieren zu können. Je früher Sie die Regeln im Leben Ihres Kindes umsetzen, desto besser. Beginnen Sie mit den Sicherheitsvorschriften und erklären Sie Ihrem Kind, was ihm erlaubt ist und was nicht. Da muss man konsequent sein.
  2. Wenn Ihr Baby versucht, die Tischdecke vom Tisch zu nehmen, sagen Sie, dass es dies nicht tun darf. Wundere dich nicht, wenn er versucht, die Verbote zu brechen. Auf diese Weise überprüft er, wie viel er sich leisten kann. Dann schrei nicht, sondern wiederhole einfach das Verbot.
  3. Erlaube dir manchmal, von den Regeln abzuweichen, z.B. zwinge dein Baby nicht früh ins Bett zu gehen, wenn eine Familienfeier stattfindet und das Kind eine tolle Zeit hat.
  4. Wenn ein Teenager versucht, deine Schwäche auszunutzen, musst du konsequent in den Verboten sein. Gib nicht auf, wenn ein Kind, das du nicht kaufen willst, sich auf den Boden eines Ladens wirft und anfängt zu schreien. Wenn Sie sich mit der Situation abfinden, wird der Kleine im Laufe der Zeit verstehen, dass Erpressung nicht die beste Methode ist. Jeder muss bei der Einhaltung der Regeln konsequent sein.

Garantiert die Übernahme von Pflichten eine gute Erziehung des Kindes?

Selbst ein Zweijähriger kann schon einige Anforderungen stellen (dafür ist es nicht zu klein!). Wenn du es bei jedem Schritt des Weges tust, wirst du nicht einmal versuchen, unabhängig zu sein. Du solltest ihm zeigen, dass er ein Mitglied der Familie ist, dass er seine Privilegien, aber auch Pflichten hat. Deshalb:

  • Sammle kein Spielzeug an den Fingern, wenn der Kleine schläft. Du kannst im Alter von zwei Jahren mit der Reinigung des Unterrichtsraums beginnen.
  • Versuche sicherzustellen, dass der Dreijährige unabhängig ist – er kann essen, sich die Hände waschen, selbst auf die Toilette gehen.
  • Weisen Sie Ihrem Kind Aufgaben zu, z.B. Schuhe in einer geraden Reihe in den Flur zu legen. Jedes Kind will wichtig und verantwortlich für etwas sein.

Lob, aber nicht bestechen!

Loben und belohnen Sie Ihr Kleinkind für gut ausgeführte Aufgaben. Aber Vorsicht vor Bestechung. Es ist wichtig, dass das Kind die Aufgaben als sein eigenes übernimmt. Schließlich wird er oder sie verstehen, dass es Regeln im Leben gibt, an die er oder sie sich anpassen muss. Dadurch wird sie, wenn sie groß ist, besser mit Stress fertig, wird stärker, findiger, lernt mehr Freude am Leben und gibt mehr von sich selbst.

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